| Datum | 12. September – 31. Oktober 2026 |
Im Jahr 2026 wird weltweit mit zahlreichen Veranstaltungen an John Berger (1926–2017) erinnert: der britische Schriftsteller, Kunstkritiker, Maler und Drehbuchautor, der marxistische Gesellschaftsanalyse mit Kunst- und Literaturkritik verband, würde heuer 100 Jahre alt werden. Mit Konferenzen, Symposien und neuen Übersetzungen seiner Werke wird der bedeutende Einfluss dieses aussergewöhnlichen Mannes dokumentiert. Als Zeichner, Drehbuchautor und Geschichtenerzähler nährte John Berger sein kritisches Denken ein Leben lang mit seinem kreativen Schaffen. Er bewegte sich frei zwischen den verschiedenen Medien und kümmerte sich nie um die Grenzen zwischen den Genres. Seine frühe Ausbildung an der Kunsthochschule führte dazu, dass er sich eher auf die Seite der Kunstschaffenden stellte als auf die der institutionellen Denker. Dieses sein künstlerisches Schaffen ist der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt, und hier setzt die Ausstellung an.
Die multimediale Ausstellung vereint Dokumentarfilme, Zeichnungen, Gemälde und Texte des britischen Künstlers und Denkers. Die Räume der Villa sind nach denjenigen Themen gegliedert, die in seinem Werk eine zentrale Rolle spielen – die Welt der Arbeit, die Lage der Bauern, Dialog und Zusammenarbeit, Widerstand und der Kampf für die Emanzipation der Völker, aber auch persönliche oder brieflichen Begegnung mit Kunstschaffenden und Freund:innen – und bietet so einen facettenreichen Einblick in das freigeistige Denken von John Berger, der sein Leben lang eine Sozialgeschichte der Kunst konstruierte, die sowohl intim als auch universell war.
Der gewählte Titel «Go Closer – John Berger Through his Art» unterstreicht das zentrale Ziel, das John Berger mittels verschiedener Medien stets verfolgte: den Menschen und ihren Tätigkeiten näher zu kommen, sie zu beobachten und zu beschreiben, um ihre Eigenschaften zu verstehen.
Die Vermittlung einer einzigartigen kreativen Denkweise und einer dezidierten politischen Haltung steht daher im Mittelpunkt dieses Projekts, das sich gerade auch an die jüngere Generation richtet, die in verschiedenen Dialogformaten an der Thematik partizipieren kann.
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In 2026, numerous events around the world will commemorate John Berger (1926–2017): the British writer, art critic, painter and screenwriter, who combined Marxist social analysis with art and literary criticism, would have turned 100 this year. Conferences, symposia and new translations of his works will document the significant influence of this extraordinary man. As a draughtsman, screenwriter and storyteller, John Berger nourished his critical thinking throughout his life through his creative work. He moved freely between different media and never paid heed to the boundaries between genres. His early training at art college led him to side more with artists than with institutional thinkers. This aspect of his artistic output is less well known to the general public, and this is where the exhibition comes in.
The multimedia exhibition brings together documentary films, drawings, paintings and texts by the British artist and thinker. The rooms of the villa are organised around the themes that play a central role in his work – the world of labour, the plight of farmers, dialogue and collaboration, resistance and the struggle for the emancipation of peoples, as well as personal encounters and correspondence with artists and friends – thus offering a multifaceted insight into the free-thinking mind of John Berger, who spent his life constructing a social history of art that was both intimate and universal.
The chosen title ‘Go Closer – John Berger Through his Art’ underlines the central aim that John Berger consistently pursued through various media: to draw closer to people and their activities, to observe and describe them in order to understand their characteristics.
Conveying a unique creative mindset and a resolute political stance is therefore at the heart of this project, which is aimed in particular at the younger generation, who can engage with the subject matter through various dialogue formats.
Kurator:innen:
Yves Berger
Christoph Hänsli
Isaac Klotz White
Franziska Stern-Preisig