| Datum | 31. Januar – 29. März 2026 |
Annette Barcelo, Lorenza Diaz, Lena Laguna Diel, Pia Rosa Dobrowitz, Elisabeth, Eberle, Corinne Güdemann, Inka ter Haar, Golnaz Hosseini, Georgine Ingold, Jeanne Jacob, Rosina Kuhn, Renée Levi, Karoline Schreiber, Judith Trepp
Vernissage: 31. Januar 2026, 18-21 Uhr
Kuratierung: Isabel Balzer; Konzept: Franziska Stern-Preisig
Zeitgleich findet die Eröffnung der Ausstellung; „DUO“ von andreasschneider und Julian Salinas in der „Villa Garage“ statt
Veranstaltungen:
Öffnungszeiten: Sa-So 14-18 Uhr und auf Anfrage
Adresse: Villa Renata; Socinstrasse 16; 4051 Basel, www.villa-renata.ch
She/Here/Now – Malerei von Schweizer Künstlerinnen in der Villa Renata
Die Ausstellung She/Here/Now rückt die vielfältigen Ausdrucksformen zeitgenössischer Malerei den Mittelpunkt. Ihr Fokus liegt auf weiblich gelesenen Personen, die mehrheitlich in der Schweiz tätig sind. Ausgangspunkt des Projekts ist eine seit Langem bekannte Tatsache: Künstlerinnen sind im Kunstbetrieb trotz hoher Präsenz an Kunsthochschulen nach wie vor weniger sichtbar vertreten und ihre Arbeiten erzielen selten die gleichen Preise wie die ihrer männlichen Kollgegen.
Das mag sich für manche anhören wie eine Geschichte aus vergangenen Zeiten, aber dem ist bei Weitem nicht so. In den letzten Jahren hat sich zwar institutionell und auf dem Kunstmarkt einiges bewegt, aber es gibt einen Backlash, der sich in den Lebensrealitäten von weiblich gelesehen Personen und queeren Menschen sowohl im Gesellschaftlichen und Sozialen, als auch in der Kunstwelt zeigt. Vor diesem Hintergrund versteht sich die Ausstellung als der erste Teil einer Serie konstruktiver Beiträge zur Stärkung künstlerischer, und im Fall von She/Here/Now malerischer Positionen von weiblich gelesener Personen in der Schweiz. Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist das Archiv der Künstlerin und Kuratorin Elisabeth Eberle, das die strukturelle Ungleichbehandlung von Künstlerinnen im Schweizer Kunstbetrieb von 2010 bis 2021 dokumentiert.
In der Villa Renata werden mehrere Generationen und unterschiedlich ausgerichtete Positionen zusammengeführt, die ein breites Panorama malerischer Strategien sichtbar machen – von figurativen Bildwelten über gestisch-abstrakte Ansätze bis hin zu konzeptuellen und gesellschaftlich reflektierenden und politischen Arbeiten. Durch die Verbindung aktueller künstlerischer Positionen mit archivalischem Material entsteht ein Raum, in dem Malerei nicht nur als ästhetische, sondern ebenso als kulturell und gesellschaftlich wirksame Praxis erfahrbar wird.